Stabil, kraftvoll, beweglich: Viktorias Weg nach der Rektusdiastase
Wie wir nach zwei Kaiserschnitten eine Rektusdiastase und einen Bauchdeckenbruch versorgten – damit Viktoria wieder intensiver Yoga praktizieren kann.
Die Patientengeschichte
Viktoria ist Anfang 40, Mutter von zwei Kindern und praktiziert regelmäßig Yoga. Beide Kinder kamen per Kaiserschnitt zur Welt. Nach den Schwangerschaften blieb eine deutliche Rektusdiastase – eine Lücke von 6 cm zwischen den geraden Bauchmuskeln – und ein Bauchdeckenbruch.
Die vordere Bauchwand war instabil, der Bauch wölbte sich vor. Intensive Übungen, die Viktoria früher selbstverständlich in ihren Alltag integriert hatte, waren nur noch eingeschränkt möglich. Der Wunsch war klar: Der Bauch sollte wieder tragen – nicht nur flacher aussehen, sondern funktional stabil sein.
Da eine medizinische Indikation vorlag, konnten wir den Verlauf mit Vorher-Nachher-Aufnahmen dokumentieren. Nach ausführlicher Beratung entschieden wir uns gemeinsam für eine minimalinvasive Naht der Rektusdiastase, eine Straffung des Unterbauchs und eine angleichende Liposuktion an Flanken und Bauch.




Der Eingriff
Die Operation erfolgte stationär im Krankenhaus mit zwei bis drei Übernachtungen zur Überwachung. Die OP-Dauer betrug etwa zwei bis drei Stunden. Wir nähten die 6 cm breite Rektusdiastase minimalinvasiv, straften den Unterbauch und glichen Flanken und Bauch mit einer Liposuktion an.
Warum die Rektusdiastase genäht wurde
Bei einer Lücke von 6 cm zwischen den geraden Bauchmuskeln kann Training allein die Verbindung in der Mitte nicht wiederherstellen. Die Naht führt die Muskelränder zusammen, verschließt den Bauchdeckenbruch und gibt der vorderen Bauchwand ihre Stabilität zurück – die Voraussetzung dafür, dass Yoga und Alltag wieder belastbar funktionieren.
Warum Unterbauchstraffung und Liposuktion dazugehörten
Nach zwei Kaiserschnitten lag überschüssige Haut im Unterbauch vor. Die Straffung entfernt diesen Überschuss und lässt die Narbe tief im Bikinibereich verlaufen. Die angleichende Liposuktion an Flanken und Bauch sorgt dafür, dass die Kontur seitlich weich in die gestraffte Mitte übergeht – ohne Stufen oder Wülste.
Nach der Operation war der Bauch wieder stabil. Viktoria konnte Yoga intensiver praktizieren als zuvor. Ein Taubheitsgefühl im Operationsgebiet hielt länger an – das ist nach einer Straffung der Bauchdecke üblich und klingt in der Regel allmählich ab.
Im Verlauf bildete sich an einem Narbenende eine kleine Hautaufwerfung, ein sogenanntes Dog Ear. Diese Stelle korrigierten wir später ambulant in örtlicher Betäubung. Der Eingriff war unkompliziert.
Wir danken unserer Patientin herzlich, dass wir ihre Behandlungsreise und Fotos zeigen dürfen.




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